Beispielbild © pixabay.com
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Besucherbergwerk Kilianstollen in Marsberg

Das Besucherbergwerk Kilianstollen befindet sich in Marsberg, im nordrhein-westfälischen Hochsauerlandkreis. Eine Klassenfahrt nach Marsberg lohnt sich schon deshalb, weil sich dort die Diemeltalsperre mit einer sehenswerten Staumauer und drei Badestränden befindet. Das geologische Interesse an den Bergen der umliegenden Wälder reicht bis ins Mittelalter zurück. Nachweislich verwendete man schon im Frühmittelalter Kupfer aus den Bergen bei Marsberg zur Münzprägung.

Eintreten und durchatmen

Der für Besucher ausgebaute Kilianstollen liegt an der Diemel, die den Diemelsee, auch Diemeltalsperre genannt, mit Wasser füllt. Der Stollen befindet sich im Marsberger Jittenberg. Er umfasst geräumige Hauptgruben mit mehreren Seitenflügeln. Das Schaubergwerk Kilianstollen wurde 1984 vom Marsberger Heimatverein gestaltet und für Gäste zugänglich gemacht. Seitdem finden hier unterhaltsame Führungen statt, die für wissbegierige Schüler und Erwachsene ein besonderes Erlebnis sind. Temperaturen von ca. 10 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit sorgen dafür, dass das Bergwerk frei von Allergenen ist. Deshalb gehört zum Besucherbergwerk ein Heilstollen, der 2013 eröffnet wurde. In warmer, unempfindlicher Kleidung hat man die besten Voraussetzungen, bei einem Besuch im Marsberger Schaubergwerk Kilianstollen die gesunde Luft zu genießen. Hier gelingt es, geologisches Wissen zu erweitern und Spaß zu haben.

Ein spannendes Grubenabenteuer für jede Altersklasse

Das Mundloch des Kilianstollens ist der Eingang zum Heilstollen und zum Besucherbergwerk. Dieses besteht aus zwei Grubenfeldern. Von der Grube Oskar gelangt man in die „Neue Friederike“ und die „Alte Friederike“. Besuchern steht ein Zug mit vier geschlossenen Waggons und einem offenen Wagen zur Verfügung. Nicht nur die Zugfahrt, sondern auch die Führung ist ein lustiges Abenteuer. Humorvolle Guides vermitteln Wissenswertes über das Gestein und die Arbeit unter Tage. Die Führung wirkt nie langweilig oder belehrend. Spaß und gute Laune stehen immer im Vordergrund.

An den Felswänden sind Sinterungen in beeindruckender Farbenpracht zu bewundern. Während Schwefel gelb leuchtet, funkelt Kupfer in Blau und Grün. Spuren von Eisen zeigen sich in Rot und Braun. Auch schwarzer Malachit ist im Gestein zu erkennen. Während des Aufenthalts in den Höhlen des Berges erhält man einen umfassenden Einblick in die Gebirgsbildung. Man kann vor Ort nachvollziehen, unter welchen Bedingungen sich Kupfer und andere Erze bilden. Der Heimatverein gestaltete das Schaubergwerk so, dass man Minenarbeiter beim Ausführen der verschiedensten Tätigkeiten sieht.

Mit der Grubenbahn ins Zentrum des Berges gelangen

Die Grubenbahn des Besucherbergwerks Kilanstollen lädt dazu ein, die Geheimnisse des Berges zu erkunden. In einer Abwärtsneigung von etwa 30 Grad fährt der Zug hinab in die Tiefe. Dort suchten Menschen jahrhundertelang nach Erz und Gestein. Im Kilianstollen wurden sie fündig und holten Kupfer aus unterirdischen Hohlräumen. Den Gruben, die ihre Arbeitsstätten waren, gaben sie liebevoll die Namen Oskar und Friederike. So konnten sie sich mit einem Arbeitsort identifizieren, dem sie zugehörig waren. Mit der Erweiterung des Erzabbaus unter Tage entstand hinter der Grube Friederike die „Neue Friederike“, die geräumiger als die „Alte Friederike“ ist. In den bis heute erhaltenen drei Gruben Oskar, Alte Friederike und Neue Friederike hat die Besucherbahn Haltepunkte. An diesen Bahnhöfen heißt es aussteigen und Höhlenluft atmen. Der Bergbau hält nicht nur Romantik, sondern auch viel Interessantes bereit.

Die Gruben Oskar und Friederike

Das Grubenfeld Oskar liegt hinter dem Mundloch des Kilianstollens. Es wurde 1842 angelegt, um das Bergwerk zu erschließen. Von der Grube Oskar gehen mehrere Flügelorte aus, in denen Erzabbauarbeiten stattfanden. Am Bahnhof der Grube Oskar wurde Gestein aus den Flügelorten in Loren verladen. Durch einen Tunnel gelangt man von der Grube Oskar in die Alte Friederike, eine Grube von 30 Metern Länge, 8 Metern Breite und 15 Metern Höhe. Hinter ihr liegt die 32 Meter lange Neue Friederike. In allen drei Gruben sind Bergmannsfiguren zu sehen, die mit den verschiedensten bergmännischen Tätigkeiten beschäftigt sind oder frühstücken. Das lässt ein anschauliches Bild vom Leben unter Tage entstehen. Community: 0 Bewertungen
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