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Spannende Führung durchs Gold-Besucherbergwerk Eisenberg Korbach

Das Gold-Besucherbergwerk im Eisenberg Korbach in Nordhessen ist eine mittelalterliche Goldmine, die seit dem 11. Jahrhundert bergbaulich erschlossen wurde. Es ist damit ein faszinierendes Zeugnis vergangener Zeiten. Besonders für Kinder und Jugendliche ist die Führung durch die alten Stollen ein aufregendes Abenteuer. Aber auch für Erwachsene gibt es hier oft noch einiges zu lernen.

Geschichte

Bis heute wird der Eisenberg in Korbach von der Stadt als „Deutschlands reichste Goldlagerstätte“ beworben. Dennoch wird hier schon seit dem 17. Jahrhundert nicht mehr nach Gold gegraben. Der wirtschaftliche Aufwand ist den Ertrag schlichtweg nicht wert. Im Mittelalter war das noch anders. Ab dem 11. Jahrhundert wurde der Eisenberg Stück für Stück erschlossen. Bis heute sind viele der Stollen und Gänge aus jener Zeit erhalten und zeugen davon, wie hier schon vor fast tausend Jahren nach Gold gegraben wurde. Bis ins 15. Jahrhundert entstand die kleine Siedlung Goldhausen, die auch heute noch als Ortsteil von Korbach fortbesteht.

Auch um den Eisenberg herum finden sich noch verschiedene Goldwaschkuhlen, alte Bergwerkseingänge und andere Spuren des Bergbaus. Doch im Laufe des 16. Jahrhunderts erschöpften sich, nach fast 500 Jahren, allmählich die wirtschaftlich abbaubaren Goldadern des Eisenbergs. So musste die Förderung zu Beginn des 17. Jahrhunderts eingestellt werden. Bis heute lohnt sich die Reaktivierung der alten Stollen, obwohl man schätzt, dass noch rund eine Tonne des Edelmetalls unter dem Eisenberg schlummert, nicht.

Führungen durch das Gold-Besucherbergwerk in Korbach

Von April bis Oktober bietet der Verein „Historischer Goldbergbau Eisenberg“ geführte Besichtigungen des alten Goldbergwerks an. Anders als viele andere Besucherbergwerke in Deutschland wurde das Gold-Besucherbergwerk Eisenberg Korbach ganz bewusst weitgehend so belassen, wie es einst von den Bergleuten zurückgelassen wurde. Neue Beleuchtungssysteme, elektrische Leitungen oder gar eine Besucherbahn sucht man hier also vergebens. Stattdessen erwartet die Besucherinnen und Besucher ein authentischer Bergwerksstollen, der die vielfältigen Aspekte des Themas Bergbau perfekt illustriert. Von der Geologie, über die Geschichte des Mittelalters bis hin zu den gesellschaftlichen Auswirkungen, die das Ende des Goldbergbaus im 17. Jahrhundert hatte, werden bei der Führung viele spannende Themen behandelt.

Der Besuch der Führungen ist nur nach Anmeldung möglich. Regelmäßige Termine werden an den Wochenenden angeboten. Besuchergruppen wie etwa Schulklassen können nach Vereinbarung aber auch Führungen an anderen Wochentagen buchen. Zu beachten ist dabei, dass die maximale Gruppengröße auf 15 Personen begrenzt ist. Es ist aber möglich, mehrere Gruppen zu bilden. Die Führung dauert rund zwei Stunden.

Weitere Führungen und Angebote

Neben der eigentlichen Bergwerksführung werden in Korbach verschiedene weitere Angebote rund um den historischen Goldbergbau angeboten. So gibt es etwa die Möglichkeit, sich im Rahmen einer weiteren Führung auf die „Spuren der Goldsucher“ zu begeben und verschiedene historische Stätten und Überreste des Bergbaus rund um den Eisenberg zu besichtigen. Im Zechenhaus gibt es die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Filmvorführung weitergehendes Wissen zum Thema anzueignen. Im Korbacher Museum gibt es eine ganze Abteilung zum Thema Geologie und Archäologie, in der interessierte Besucherinnen und Besucher mehr über den Bergbau erfahren können. Community: 0 Bewertungen
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