
Felsenmeer Hemer
Bevor eine Familie oder eine Schulklasse einen Tagesausflug zum Felsenmeer Hemer plant, sollte sie diese Exkursion gut vorbereiten. Das Felsenmeer Hemer stellt nämlich eine erdgeschichtliche Besonderheit dar. Im Rahmen des Tagesausfluges bietet es sich für die Erkundung einer Landschaft an, die durch geologische Besonderheiten beeindruckt. Schon der Begriff Felsenmeer scheint widersprüchlich zu sein. Er ist es aber nicht. Vor etwa 380 Millionen Jahren lag an dieser Stelle tatsächlich ein Korallenriff.Korallenriffe sind bekanntlich nur in tropischen Gewässern zu finden. Offensichtlich gab es hier also ein Meer. Im Laufe der Jahrmillionen verdunstete das Gewässer jedoch. Aus dem Riff entwickelte sich mit der Zeit ein kalksteinhaltiger Gesteinszug. Menschen bauten hier seit dem achten oder neunten Jahrhundert nachweislich Eisenerz ab. Heutzutage führen Wanderwege durch dieses erdgeschichtlich interessante Areal, das rund 600 Meter lang und an den breitesten Stellen 200 Meter breit ist.
Das Felsenmeer Hemer bietet neben zahlreichen Höhlen, von denen man eine Tropfsteinhöhle besuchen kann, auch eindrucksvolle Felslandschaften. Der Legende nach wird die Gegend von Kobolden bevölkert, die hier ihr Unwesen trieben. Vermutlich handelte es sich aber um die in der Dämmerung durch die Lüfte huschenden Wasserfledermäuse, die kleinen Bartfledermäuse, die Großen Abendsegler und das Große Mausohr.
Naturkunde unterwegs – es darf gestaunt werden
Das Felsenmeer Hemer ist eine romantisch-zauberische Kulisse, die dicht bewaldet ist. Zwischen den Bäumen und Bodenpflanzen ragen die scharfen Grate von Felsformationen hervor. Es finden sich aber auch Lichtungen mit Streuobstwiesen. Viele Bäume im Felsenmeer Hemer sind mehr als 250 Jahre alt. Durch den vergleichsweise hohen Totholz-Anteil im Gelände haben sich viele Vogelarten wie Waldlaubsänger, Grau- und Grünspechte sowie mehrere Fledermaus-Arten angesiedelt.Das Naturschutzgebiet Felsenmeer Hemer zieht als „Nationales Geotop“ mit einzigartigem Charakter jedes Jahr Tausende von Touristen an. In diesem Areal gedeihen wegen des vorwiegend kalkhaltigen Untergrundes vornehmlich krautige Gewächse. Diese kommen anderswo in der Region sonst eher selten vor. Die Botanik fällt im Rest Südwestfalens wegen vorwiegend saurer Böden deutlich anders aus. Aus Sicherheitsgründen ist es untersagt, die Wege im Felsenmeer Hemer zu verlassen. Direkt daneben führen nämlich schroffe Felsabstürze in gefährliche Tiefen.
Durch die dichte Vegetation und die dazwischen liegenden Blätter erkennt man die gefährlichen Felsrisse nicht. Ein falscher Schritt jenseits der Weg-Markierungen, um ein spektakuläres Foto zu machen – und der Ausflug endet wegen der unterschätzten Gefahr im Krankenhaus. Oder auf dem Friedhof. Dort landeten bereits einige unverbesserliche Besucher des Felsenmeeres, die ihr Leben wegen eines Fotos riskierten.
Tagesausflug zum Felsenmeer Hemer
Um das Felsenmeer Hemer als „Grünes Klassenzimmer“ auf eine einzigartige Weise zu erleben, werden sommerliche Führungen bei beginnender Dämmerung angeboten. Bei diesen Touren kommen Ultraschall-Detektoren zum Einsatz. In den Sommermonaten kann damit die Aktivität der „fliegenden Kobolde“ erlebt werden. Durch die Detektoren sind die abendlichen Aktivitäten der Fledermäuse besonders gut zu erkennen. Geboten wird im Felsenmeer Hemer neben Rundwegen, Panoramabrücken und Aussichtsplattformen auch eine virtuelle Höhlentour.In der Nähe des Felsenmeermuseums liegt die Heinrichshöhle. Dabei handelt es sich um eine begehbare Tropfsteinhöhle. Hier findet sich neben bizarren Tropfstein-Formationen auch das ausgestellte Skelett eines Felsenbären. Die elektrisch beleuchtete Schauhöhle ist 320 Meter lang. Sie gehört zum Perick-Höhlensystem, das insgesamt 3,5 Kilometer lang ist. Da das Felsenmeer Hemer in zwei bis drei Stunden erkundet werden kann, bietet sich als Erweiterung des Tagesausflugs der angrenzende Sauerlandpark an.
Ehemals als Bundesgartenschau-Gelände angelegt, wartet der Sauerlandpark mit weiteren Freizeit-Attraktionen auf. Es gibt liebevoll gestaltete Themengärten und Wasserspielplätze. Die Jugend strebt danach, die Boulder-Felsen, den Seilgarten mit einem Slackline-Parcours oder die Skate-Anlage zu erkunden. Auch das Eishockeymuseum findet interessierte Besucher. Außerdem lohnt es sich, den Tagesausflug mit einem Besuch der Märkischen Museums-Eisenbahn, des Freizeitbades „AquaMagis Plettenberg“ oder der Luisenhütte Balve zu beschließen. Community: 0 Bewertungen
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