
Gäubodenmuseum Straubing – das Herzstück der niederbayerischen Kreisstadt
Willkommen in der Kornkammer Bayerns – in Straubing. Die Stadt im Herzen von Niederbayern ist seit Jahrtausenden für ihre fruchtbaren Ackerböden bekannt. Doch auch mit ihrer bewegten Geschichte macht sie auf sich aufmerksam. Und diese können Sie und Ihre Schüler hautnah im Gäubodenmuseum Straubing erleben.Auf den Spuren der Antike in der Römerausstellung
Bereits seit 1908 lockt das nostalgische Bürgerhaus in der Fraunhoferstraße zu einem historischen Streifzug durch das altertümliche Straubing und sein berühmtes Umland, den sogenannten Gäuboden. Besonders weit reisen Sie in der Dauerausstellung „Römerzeit“ in die Geschichte zurück. Damals hieß Straubing nämlich noch nicht einmal Straubing, sondern Sorviodurum. Denn genau so tauften die Römer den wichtigen Militärort an der raetischen Donaugrenze, den sie vor allem wegen seiner ergiebigen Ackerböden zu schätzen wussten.Das Herzstück der Sammlung ist der Römerschatz von Straubing. Erst im Herbst 1950 entdeckten Forscher die Kostbarkeiten bei umfangreichen archäologischen Ausgrabungen im Stadtgebiet. Insbesondere die gut erhaltenen Rüstungen hinterlassen heute bei den Museumsbesuchern Eindruck – seien es die detailverliebten Rossstirnen, Beinschienen oder Gesichtshelme. Das Besondere: Einige Paraderüstungen sind Teil der großzügigen Sammlung, sogar einige der besterhaltenen römischen Paraderüstungen aller Zeiten. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Schutzkleidung, die außergewöhnlich prunkvoll verziert ist. So trugen die Römer die edlen Gewänder weniger im Kampf, sondern mehr zum Glanz.
Neben den Rüstungen bietet die Römerausstellung im Gäubodenmuseum Straubing aber auch weitere interessante Relikte aus der Militärzeit der stationierten Soldaten. Ob Waffen, Werkzeuge, Töpfe oder Schmuckstücke – es ist alles mit dabei.
Baiern gefunden! Die Entstehung Straubings
Lange Zeit galt die Frühgeschichte des Straubinger Raums als Mysterium. Aber das änderte sich schlagartig mit der Entdeckung des Gräberfeldes Straubing-Bajuwarenstraße, einem vielversprechenden Relikt aus dem 7. Jahrhundert. Der Sensationsfund bescherte dem Gäubodenmuseum viele kostbare Zeitzeugen, die Aufschluss über die Entstehungsgeschichte Straubings lieferten. Von der Entstehung Baierns über die Besiedlung durch die Römer bis hin zum Ende der ersten baierischen Herzöge namens Agilolfinger – machen Sie sich bereit für einen spannenden geschichtlichen Spaziergang.Was bei der Dauerausstellung sogleich ins Auge sticht, ist die Finesse des historischen Kunsthandwerks. Mit einzigartiger Präzision und viel Liebe zum Detail wurden die einzelnen Grabfunde gefertigt – von den Fibeln und Tongefäßen über die Grabbeigaben und Gürtelgarnituren bis hin zu den Glasornamenten. Erleben Sie das künstlerische Geschick des historischen Straubings.
Sakrale Kunst und Volksfrömmigkeit
Seit 1983 lädt die Dauerausstellung „Sakrale Kunst“ im Gäubodenmuseum zum Staunen und Entdecken ein. Insbesondere Relikte aus der Romantik und dem Rokoko finden sich unter den Exponaten. Das älteste Ausstellungsstück ist eine romanische Christusfigur aus dem Jahre 1200. Sie geht auf die romanische Basilika St. Peter in der Straubinger Altstadt zurück.1993 wurde die Ausstellung „Sakrale Kunst“ um die Einheit „Volksfrömmigkeit“ erweitert. Hier dreht sich alles um typische Praktiken der Frömmigkeit, die die Straubinger zum Teil bis heute ausleben. Dies gilt zum Beispiel für die häusliche Andacht, die Heiligenverehrung oder die regionale Wallfahrt. Noch immer finden die christlichen Traditionen in der niederbayerischen Kreisstadt großen Anklang.
Stadtgeschichte Straubing
Wie konnte sich Straubing zu einem der bedeutendsten Handelszentren für das untere Bayern entwickeln? Genau das verrät die Dauerausstellung „Stadtgeschichte Straubing“. Von Mitte des 17. Jahrhunderts bis zum Ende des Königreichs Bayern 1918 wird der Aufstieg hier genauer beleuchtet. Doch auch vor Kriegen und Besetzung blieb die Stadt nicht verschont. Im Gegenteil: Sowohl vom Dreißigjährigen Krieg und dem Spanischen Erbfolgekrieg als auch vom Österreichischen Erbfolgekrieg wurde sie schwer getroffen. Mit der Neuordnung Bayerns 1806 musste sich Straubing sogar von seiner politischen Stellung verabschieden. Sie wurde zur Provinzstadt. Doch schon ab 1850 kämpfte sie sich ins bayerische Rampenlicht zurück. Community: 0 BewertungenBewerten Sie diesen Ort.
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